Wer auf der Suche nach einer neuen Wohnung ist, sollte sich zunächst über den aktuellen Mietspiegel informieren. Denn deutschlandweit herrschen nicht unerhebliche Diskrepanzen zwischen den Mietspiegeln der einzelnen Städte. So variiert der Preis für einen Quadratmeter Wohnung bisweilen erheblich. Wer in Deutschland einen neuen Mietvertrag abschließt, muss derzeit im Schnitt 6,19 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bezahlen, in einigen Städten liegt der Preis jedoch erheblich unter, in anderen wiederum erheblich über diesem Durchschnittswert.
Bemerkenswert ist hierbei das Abschneiden der deutschen Hauptstadt.
Der Berliner Wohnungsmarkt lockt im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten mit durchaus moderaten Preisen. Laut des aktuellen amtlichen Mietspiegels für einen Quadratmeter Wohnung liegt Berlin mit rund 6,87 Euro nur leicht über dem deutschen Durchschnittswert. Für Wohnungen in München, Hamburg und Köln hingegen werden Mieter mit erheblich höheren Mieten zur Kasse gebeten. In München sind Quadratmeterpreise von 9,48 Euro bis 10,50 Euro die Normalität, in der Hansestadt kostet der Quadratmeter rund 8,40 Euro, in Köln immerhin 8,22 Euro.
Selbstverständlich bestätigen Ausnahmen hierbei jedoch die Regel, weshalb der qualifizierte Mietspiegel für Mieter lediglich eine erste Orientierung darstellt. Denn gerade bei Neuvermietungen wird der Mietspiegel gerne ausgehebelt. So werden beispielsweise auch in Berlin in den begehrten Vierteln der Stadt Mieter mit knapp 8 Euro pro Quadratmeter für sanierte Altbauwohnungen zur Kasse gebeten. Dennoch wohnen Mieter in Berlin immer noch günstiger als in den Mietpreisspitzenreiterstädten Hamburg und München.
Am günstigsten ist das Wohnen zur Miete übrigens in Sachsen-Anhalt (4,90 Euro pro Quadratmeter) und den ostdeutschen Bundesländern (4,99 Euro pro Quadratmeter).

